Mit der Neugestaltung der Pointe de Floride, die drei neue Kreuzfahrtterminals umfasst, erhält Le Havre ein neues Eingangstor für Kreuzfahrtpassagiere. Bauherr ist der GIP Le Havre Croisières, als delegierter Bauherr fungiert die Communauté Urbaine Le Havre Seine Métropole. Die Architektur stammt von ENIA Architectes. Als Generalunternehmer realisierte die Legendre-Gruppe das Projekt; für sie haben wir die Toranlage geliefert und montiert.
Zu einem der Terminalgebäude gehört eine großzügige Freianlage mit breiten Sitzstufen, die auf eine Terrasse vor dem verglasten Terminal führen. Tagsüber ist dieser Bereich offen und lädt zum Verweilen ein.
Nachts musste der Zugang zur Terrasse und zum Terminal zuverlässig verschlossen werden. Gleichzeitig sollte am Tag nichts den offenen Charakter der Anlage stören – keine Torflügel, keine Schienen, keine seitlich geparkten Elemente.
Wir haben im April 2026 vier versenkbare Fancy Fence Tore mit einer Gesamtlänge von 20 Metern und einer Höhe von 3 Metern installiert. Die Abnahme erfolgte im September 2026. Im geöffneten Zustand liegen die Tore vollständig im Boden; sichtbar ist lediglich ein schmaler Streifen mit Abdeckungen im Belag. Geschlossen bilden sie eine hohe, durchgehende Wand aus vertikalen Profilen, die sich wie ein Teil der Architektur in das Ensemble einfügt.


Die erste war die Höhe. 3 Meter sind die maximale Höhe, die das Fancy Fence System erlaubt. In Le Havre haben wir dieses Maß voll ausgeschöpft, um eine Barriere zu schaffen, die ihrem Zweck tatsächlich gerecht wird.
Die zweite war die Geometrie. Die Anlage folgt keiner geraden Linie, sondern ist abgewinkelt und passt sich dem Verlauf der Freianlage an. Die vier Tore wurden so geplant, dass sie im geschlossenen Zustand dennoch eine geschlossene, ruhige Front bilden.
Die dritte war das Umfeld. Direkt am Meer sind alle Bauteile salzhaltiger Luft und Feuchtigkeit ausgesetzt. Die Tore erhielten deshalb einen auf das maritime Klima abgestimmten Korrosionsschutz.
Da sich in diesem Bereich vor allem Fußgänger bewegen, war die sichere Bedienung ein zentrales Thema. Geschlossen werden die Tore über einen Schlüsselschalter im Totmannbetrieb: Die Tore bewegen sich nur, solange der Schlüssel gehalten wird. Die bedienende Person hat den Bereich dabei ständig im Blick und kann den Vorgang jederzeit durch Loslassen stoppen.
Für den Notfall ist eine Öffnung über einen Einschlagtaster vorgesehen. So lassen sich die Tore schnell und ohne Schlüssel öffnen. Auch die Pfosten selbst sind auf die Nutzung abgestimmt: Sie sind mit Abdeckkappen versehen, wie wir sie bei Anlagen einsetzen, die vorwiegend für Fußgänger bestimmt sind.

Versenkbare Tore eignen sich überall dort, wo öffentliche Räume tagsüber offen bleiben und nachts gesichert werden sollen: an Terrassen, Vorplätzen, Treppenanlagen und Zugängen zu öffentlichen Gebäuden. Planungshinweise, Leitungspositionen und Schachtzeichnungen finden Sie im Download-Bereich für Architekten auf fancyfence.de:
https://fancyfence.de/fur-architekten
Gerne liefern wir den Stahlbetonschacht auch als Fertigteil.
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